Entwicklung des Abwasserverbandes "Eller-Rhume"

Die Geburtsstunde der Kläranlage reicht zurück bis in das Jahr 1962 als am 29.August der erste Entwurf für die Ortsentwässerung und die Sammelkläranlage von Rhumspringe beim zuständigen Wasserwirtschaftsamt in Göttingen eingereicht wurde.
Die Genehmigung erfolgte bereits am 19.11.1963.

Die Gemeinden Rhumspringe, Hilkerode, Brochthausen, Fuhrbach, Langenhagen, Rüdershausen und Lütgenhausen
schlossen sich zum Abwasserverband Eller-Rhume zusammen.
Die Kläranlage, ursprünglich nur für Rhumspringe errichtet, musste nun erweitert werden.
Dieses erfolgte 1972/73.
Die nächste Ausbaustufe erfolgt 1988 / 1989 durch die Erweiterung und Erneuerung der Einlaufgruppe.

Die Gesamthochschule Kassel, Fachbereich Siedlungswasserwirtschaft, wurde am 21.09.1990 mit der Untersuchung der Kläranlage beauftragt, nachdem mehrere Betriebsstörungen aufgetreten waren.
Eine Studie wurde erstellt.

Daraufhin wurde 1991 zur Planung und Erweiterung der Kläranlage auf der Grundlage der Studie der Gesamthochschule Kassel ein Ingenieurvertrag mit dem Ingenieurbüro Scholze geschlossen.
Planungsziel war eine Erweiterung von 7.000 Einwohnergleichwerten auf 8.000 Einwohnergleichwerte für den Abwasserverband Eller-Rhume sowie der Anschluss der Ellergemeinden Zwinge, Silkerode, Bockelnhagen / Weilrode, Weißenborn-Lüderode und Jützenbach mit zusammen 4.700 Einwohnern.
Eine Erweiterung auf nunmehr 12.700 Ein-wohnergleichwerte war notwendig.

1994 wurde nach durch einem Antrag durch den Abwasserzweckverband Wipper-Ohne auf Änderung der Abwassertechnischen Zielplanung des Landes Thüringen beschlossen, dass von allen Ellergemeinden lediglich die Gemeinde Zwinge an die Kläranlage angeschlossen wird.
Zwei Jahre Planungsarbeit waren vergebens.

Am 27.03.1995 fand die Konzeptbesprechung für die auf nunmehr 8.600 Einwohnergleichwerte geänderte Ausbauplanung der Kläranlage statt.
Der Wasserrechtsantrag wurde am 27.02.1996 (mit einem Nachtrag vom 07.06.1996) beim Landkreis Göttingen gestellt.
Die Genehmigung erfolgte am 09.05.1997.
Die Submission der öffentlichen Ausschreibung fand am 02.04.1998 im Rathaus der Samtgemeinde Gieboldehausen statt.

Am 13.07.1998 wurde auf einen Sondervorschlag der Zuschlag an die Arbeitsgemeinschaft ARGE Klärwerk Rhumspringe
(bestehend aus den Firmen Hildebrandt, Gieboldehau-sen, und Elektro-Voss, Northeim) erteilt.
Diese Offerte sah ein sog. SBR-Verfahren vor und machte in weiten Bereichen eine Umplanung notwendig.
Der geänderte Bauantrag trägt das Datum 12.10.1998.
Der tatsächliche Baubeginn erfolgte auf der Grundlage der bis dato vorliegenden Baugenehmigung für die unverändert gebliebenen Bauteile am 14.08.1998.